Mathematik - Naturwissenschaften

Der naturwissenschaftliche und mathematische Unterricht in der Oberstufe knüpft an eine Vielzahl verwandter Epochen der ersten acht Schuljahre an.

Wurde die Welt in der Tier-, Pflanzen- und Menschenkunde der Mittelstufe vor allem bildhaft und an konkreten Erlebnissen erfahren, so geht es in der Physik, Chemie, Biologie und Erdkunde der Oberstufe um die selbstständige begriffliche Auseinandersetzung mit den Erscheinungen. Wurden in den jüngeren Klassen beispielsweise die Elemente Feuer, Luft, Erde und Wasser  beim Hausbau oder im Schulgarten erlebt, bearbeitet und "begriffen" und in der Mittelstufe später phänomenologisch erkundet, so gilt es in der Oberstufe, die Gesetzmäßigkeiten, verschiedene Erklärungsmodelle und die sozialen Bezüge der Naturwissenschaften zu entdecken.

Auch in der Mathematik steht methodisch das lebendige Erfahren durch eigenes Tun am Anfang, die Formulierung des Gesetzes folgt erst danach. Das gilt vom rhythmischen Erfassen der Zahlenreihen in der ersten Klasse bis zum Verstehen des Differentialquotienten in der zwölften Klasse