Hoch hinaus an der Kletterwand

Seit 23 Jahren wird an der MBS geklettert. Zunächst war es ein Schüler-Hobby, das Schüler auch an der Schule ausüben wollten. Heute ist es Bestandteil der besonderen Förderung.

Damals bauten Schüler der 12. Klasse als Jahresarbeit eine Kletterwand im Treppenhaus des Unterstufen-Neubaus. Da die Kletter-AG, die über zwei Jahrzehnte von Uli Frauenfeld geführt wurde, nicht nur erfolgreich an vielen Wettkämpfen teilgenommen hatte, sondern insbesondere vielen SchülerInnen die Freude am Klettern eröffnet hat, war es selbstverständlich, dass auch in der neuen Sporthalle eine Kletterwand gebaut werden sollte.
Diese Wand wird nun seit 2018 auch im Unterricht genutzt. Zunächst erlernte die damalige 5a mit ihrem Klassenlehrer Bertram Husemann die Grundlagen des Kletterns kennen. Zum Abschluss fuhr die Klasse auf die Ostalb und kletterte dort einige Tage lang am echten Fels in der Natur. Die Entwicklungen, die das Klettern bei vielen der SchülerInnen bewirken konnte, war Grund genug für die Schule, ab diesem Schuljahr das Klettern fest in den Lehrplan der 5. Kleinen Klasse zu integrieren. Gerade für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, insbesondere im Bereich der emotionalen sozialen Entwicklung, kann das Klettern einen positiven Beitrag zur Entwicklung leisten.

Fördermöglichkeiten durch Klettern:

  • Kognitiver Bereich: Förderung von Fertigkeiten zur Problemlösung, Förderung der Konzentration, Entwicklung von Handlungskompetenzen
  • Emotional- affektiver Bereich: Lernen mit Ängsten umzugehe, Erfahren von gegenseitigem Vertraue, Erfahren von Erfolge, Umgang mit den eigenen mentalen und physischen Grenzen erlernen
  • Wahrnehmungsbereich: Förderung der taktilen Wahrnehmung durch ertasten von verschiedenen Griffformen und Oberfläche, Förderung der Raum-Lage-Wahrnehmung (vestibuläre Wahrnehmung), Förderung der kinästhetischen Wahrnehmung (Bewegungsempfinden, Förderung der Selbstwahrnehmung/Entwicklung des Körperschemas
  • Motorischer Bereich: Dauerhafte Erhöhung des Muskeltonus, Förderung der Hand-Auge-Koordination, Förderung der Bewegungskreativität, Bewusstmachung von Bewegunge, Erlernen von kontrollierten und ruhigen Bewegungen
  • Sozialer Bereich: Förderung der Eigenverantwortlichkei, Verantwortung für die Sicherheit anderer erleben, Teamarbeit erleben, den Sport miteinander erleben